24 H Burgenland – Extrem

Als im November mein Handy läutete und Otto mir von seinem Plan, an diesem Rennen – 24 Stunden Burgenland –  teilzunehmen erzählte, war ich recht begeistert von der Idee auch mal so einen „Ultra“ zu machen. Und das ganze im Winter… hmm 😉

Schnell haben wir mit der Vorbereitung begonnen, Chips und Gummibären reduziert, …vorallem die Weihnachten waren echt schlimm, mussten auch bei den Keksen zurückhalten. Es galt die nächsten Wochen Kilometer um Kilometer zu sammeln, um uns auf die 120km Rundreise durchs Burgenland vorzubereiten. – Noch nicht ahnend was da auf uns zukommen wird, haben wir unser Vorhaben #pplgoescrazy getauft. Naja, wer unseren Lauf verfolgt hat („Livestream“ per TheRunningTwins- Facebook Seite / thx an Christof 😉 ) weiß nun auch, dass dieser es keinen besseren Namen für dieses Vorhaben geben hätte können.

Bestens ausgerüstet, vorallem Dank der großartigen Unterstützung durch BUFF®EPM Sports Murau und Multipower-Sportsfood Austria, ging es am 30.01 um 4:30 Uhr – Ja genau, richtig gelesen….kurz nach Mitternacht, auf die Reise. Die ersten 30 Kilometer, Dunkelheit, Stirnlampe auf ON! Wir sind richtig schnell vorangekommen, sicher aufgrund der extrem vielen Rotweiler, Boxer und Schäferhunden die ab der ungarischen Grenze uns aus jedem Vorgarten „angefeuert“ haben – Leider haben wir die Leckerlis selber noch gebraucht! 🙂

Einserkanal Ungarn
Einserkanal Ungarn

Noch vor Beendigung der ersten Marathondistanz ging es durch Schlamm und Matsch aus Ungarn zurück bis zum Einserkanal. In diesem Abschnitt haben ich einen Crashkurs in Ungarisch erhalten – bin echt beigeistert wie leicht sich Otto mit den ganzen „ö´s“ in den Ortsnamen tut. 🙂

Ab diesem Zeitpunkt begann es richtig, richtig zu regen – bei knapp 0 Grad und Wind steuerten wir schnurstrackst in das erste richtige Tief – diesmal hat es mich erwischt. Zum Glück gab es in Apleton die Möglichkeit etwas ins Warme zukommen. Mal ganz ehrlich: dank Schüttelfrost war ich da kurz vorm heimfahren. – Die Online-Nachrichten und Wünsche haben dann echt geholfen… 😀

Auf geht´s in die zweite Hälfte: Aus dem Regen wurde dann jedoch Schnee und wir haben noch nie so grosse Schneeflocken gesehen, welche Frau Holle – die gibt es wirklich noch und wohnt im Burgenland – haben Sie schon sehr vermisst 🙂 über uns auf der Strecke von Apetlon bis Podersdorf ausschüttete. Kurz vor Podersdorf ging es für uns durch einen Abschnitt, der auch Hölle genannt wird – und dies nicht umsonst. Knöcheltiefer Matsch, nur Landschaft und unser Ziel Podersdorf im Visier. Über die in den nächsten 20 km gesprochenen Worte und Emotionen hüllen wir ein Tuch des Schweigens – da nicht jugendfrei :-):-)

perfekte Bedingungen zum Laufen :-)
perfekte Bedingungen zum Laufen 🙂

Am frühen Nachmittag hatten wir noch die Hoffnung, dass Dank des aufhörenden Regen und Schnees wir das besch… Wetter endlich hinter uns gelassen haben – aber…… es fehlt ja noch etwas für das Burgenland.- ratet Mal…

Ab Neusiedl begann orkanartiger Wind einzusetzen 🙂 der zwar unsere Kleidung trocknen lies uns aber am schnellen Vorankommen hinderte. Bis Donnerskirchen hatten wir mit diesen Wetterkapriolen zu kämpfen.

Extrem wichtig war für uns zu diesem Zeitpunkt die Unterschützung von unserem Coach Wolfgang Pilgram – er fand die richtigen Worte um uns zu motivieren und die Maschine von Otto am Laufen zu halten, was auch meine Aufgabe war – auch diese Worte finden auf dem Blog leider keine Platz – auch nicht jugendfrei. 😉

Der Umweg über den Weinberg, den es am Schluss noch vor Oggau zu überwinden galt, haben wir auch aus unseren Erinnerungen gestrichen. Freudestrahlend und sehr froh trotz der Strapazen das Ziel erreicht zu haben – unter den ersten 30!!!!, da weniger als 10 % überhaupt finishen konnten.

Happy im Ziel!!!!
Happy im Ziel!!!!

Es ist einfach unbeschreiblich, welche Eindrücke, Emotionen und auch neue Schimpfwörter :- ) man während eines Ultralaufes erlebt. „Willenskraft und der Glaube an sich selbst“ – genau das hat uns Gesund und Megahappy ins Ziel nach Oggau gebracht!“

Eckdaten zur Tour: 120km, 400hm – doch nicht nur „flach“, 7500kcal, 5 Liter Multipower ISO, 4 Gels, 5 Riegel, eine halbe Packung Chips,1 liter Cola, 3 Dosen Red Bull 10 Pinkelpausen (von mir 🙂 ) 2 Blutblasen, 3 verlorene Zähennägel …….und MEGA SPASS !!!

Otto im Ziel: „Für mich war es die Herausforderung mehr als 1 Marathondistanz – bei diesem Event gleich 3 – zu absolvieren. Für mich war es wichtig, meine körperliche Grenzen kennenzulernen und ein fokussiertes Ziel nicht aus den Augen zu lassen.“

Bilder gibt´s hier.

//Stefan

4 Kommentare Gib deinen ab

  1. Ihr Verrückten 🙂 Toll, dass ihr gemeinsam diese Herausforderung bewerkstelligt habt… wie heißt es so schön: geteiltes Leid ist halbes Leid – und gemeinsames wird verdoppelt!
    Nehmt diese Erinnerungen mit… genießt das Aufarbeiten… und erholt euch gut von dieser Tour!
    Nochmals herzlichen Glückwunsch und RESPEKT!
    Running Zuschi

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